David Edwards

Veröffentlicht am: 22
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Stablecoins

Renditebringende Stablecoins verzeichneten im Jahr 2025 ein deutliches Wachstum. Der Markt wuchs von 1.5 Milliarden US-Dollar zu Jahresbeginn auf 11 Milliarden US-Dollar und macht nun 4.5 % des gesamten Stablecoin-Sektors aus. Dieser Anstieg unterstreicht die wachsende Nachfrage nach On-Chain-Renditestrategien in einer Zeit hoher Zinsen und zunehmender regulatorischer Klarheit.

Spitzenreiter ist Pendle, ein dezentrales Finanzprotokoll, das tokenisierte Renditelösungen anbietet. Pendle hat sich zu einem dominanten Akteur entwickelt und hält rund 30 % des gesamten gesperrten Werts (TVL) in ertragsbringenden Stablecoins – das entspricht rund 3 Milliarden US-Dollar. Das Protokoll gibt an, dass 83 % seines 4 Milliarden US-Dollar umfassenden TVL mittlerweile aus Stablecoins bestehen – ein deutlicher Anstieg gegenüber weniger als 20 % vor einem Jahr. Im Gegensatz dazu machen Vermögenswerte wie Ether, die einst den Großteil von Pendles TVL ausmachten, mittlerweile weniger als 10 % aus.

Traditionelle Stablecoins wie USDT und USDC bieten ihren Inhabern keine Rendite. Angesichts von über 200 Milliarden US-Dollar dieser Vermögenswerte im Umlauf und einem US-Zinssatz von 4.3 % schätzt Pendle, dass Inhaber jährlich auf über 9 Milliarden US-Dollar an nicht realisierten Zinsen verzichten. Diese Lücke hat das wachsende Interesse an renditebringenden Alternativen gefördert.

Auch die regulatorische Landschaft in den USA hat zu dieser Dynamik beigetragen. Im Februar genehmigte die Securities and Exchange Commission ertragsbringende Stablecoins als regulierte Wertpapiere und ermöglichte ihnen damit den Betrieb unter festgelegten Regeln hinsichtlich Registrierung, Offenlegung und Anlegerschutz. Diese Klarheit hat sowohl Emittenten als auch Investoren ermutigt.

Anstehende Gesetze, darunter der STABLE Act und der GENIUS Act, signalisieren die Bereitschaft der US-Politiker, Stablecoin-Innovationen in einem transparenten Rahmen zu unterstützen.

Pendle prognostiziert, dass sich die Gesamtausgabe von Stablecoins innerhalb von 500 bis 18 Monaten auf 24 Milliarden US-Dollar verdoppeln könnte, wobei ertragsbringende Varianten möglicherweise 75 Milliarden US-Dollar erreichen könnten – fast 15 % des Marktes. Dies entspräche einer mehr als sechsfachen Steigerung gegenüber dem aktuellen Niveau.

Pendle konzentrierte sich zunächst auf spekulative Strategien wie Airdrop-Farming und positioniert sich nun als Ertragsinfrastruktur für dezentrale Finanzen. Das Protokoll soll über Ethereum hinaus erweitert werden und soll in Solana, Aave und der Converge-Blockchain von Ethena integriert werden.

Ethenas USDe bleibt der dominierende Stablecoin auf Pendle und macht 75 % seines Stablecoin-TVL aus. Alternative Emittenten wie Open Eden, Reserve und Falcon haben ihren gemeinsamen Anteil im vergangenen Jahr jedoch von 1 % auf 26 % erhöht.

Das Interesse an Stablecoin-Renditen erstreckt sich auch auf Unternehmenslösungen. Am 19. Mai brachte Franklin, ein Anbieter hybrider Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Payroll Treasury Yield auf den Markt. Dieses Produkt soll Unternehmen dabei helfen, mithilfe von Blockchain-basierten Kreditprotokollen Renditen auf ungenutzte Lohn- und Gehaltsabrechnungen zu erzielen.

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