Thomas Daniels

Veröffentlicht am: 11
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Bitcoin-Spot-ETFs stehen vor einem Nettoabfluss von 80 Millionen US-Dollar
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Florida hat den Gesetzentwurf 487 (HB 487) vorangetrieben und damit seine Absicht signalisiert, Bitcoin als strategische Komponente staatlicher Vermögenswerte zu positionieren. Mit der einstimmigen Zustimmung des Unterausschusses für Versicherungen und Banken des Repräsentantenhauses am 10. April ist Florida der jüngste Bundesstaat, der in den wettbewerbsintensiven Gesetzgebungsprozess zur Integration von Bitcoin in staatliche Finanzrahmen einsteigt.

Der Gesetzentwurf mit dem offiziellen Titel „Investition öffentlicher Gelder in Bitcoin“ sieht vor, den Finanzminister Floridas und den Staatsrat zu ermächtigen, bis zu 10 % der wichtigsten öffentlichen Gelder – darunter der allgemeine Staatshaushalt und der Haushaltsstabilisierungsfonds – in Bitcoin zu investieren. Das Gesetz legt außerdem strenge Anforderungen an Verwahrung, Sicherheitsinfrastruktur und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften fest. Darüber hinaus erlaubt es die Verwendung staatlicher Bitcoins in Kreditvereinbarungen oder die Einbindung in börsengehandelte Finanzinstrumente.

Der Gesetzesentwurf 487 muss noch drei weitere Hürden nehmen: den Unterausschuss für Regierungsgeschäfte, den Haushaltsausschuss und den Handelsausschuss, bevor er im Repräsentantenhaus zur Abstimmung kommt. Nach der Ratifizierung würde er dem Senat vorgelegt und bedarf schließlich der Zustimmung des Gouverneurs.

Floridas Gesetzesvorhaben folgt ähnlichen Initiativen in Arizona und New Hampshire und deutet auf einen allgemeinen Trend in den US-Bundesstaaten hin, Bitcoin als Finanzanlage mit Reservestatus einzustufen. Laut Bitcoin Laws, einem Tracker für digitale Vermögenspolitik, ist Arizona derzeit führend in diesem Trend. Die Senatsgesetze 1373 und 1025 wurden sowohl vom Senat als auch vom Geschäftsordnungsausschuss des Repräsentantenhauses verabschiedet. Diese Gesetzentwürfe warten auf eine Abstimmung im Repräsentantenhaus. Danach bedarf es nur noch der Unterschrift des Gouverneurs für die Verabschiedung.

Auch New Hampshire treibt eine vergleichbare Gesetzgebung voran. Der Gesetzentwurf 302, der mit 192 zu 179 Stimmen knapp im Repräsentantenhaus angenommen wurde, liegt nun dem Senat zur Prüfung vor. Der Gesetzentwurf ermächtigt den Staatsfinanzminister, bis zu 10 % der förderfähigen Mittel in Bitcoin und Edelmetalle zu investieren. Allerdings schreibt er eine Mindestmarktkapitalisierung von 500 Milliarden US-Dollar für förderfähige Vermögenswerte vor – eine Schwelle, die derzeit ausschließlich von Bitcoin erreicht wird.

Die Dynamik in diesen Staaten unterstreicht ein aufkeimendes, aber zunehmendes Interesse an der Institutionalisierung von Bitcoin in öffentlichen Finanzsystemen und könnte ein Zeichen für eine Veränderung der Strategien zur Verwaltung staatlicher Vermögenswerte sein.