Thomas Daniels

Veröffentlicht am: 14
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Bitcoin-ETFs verzeichnen Zuflüsse von 1 Milliarde US-Dollar, während BTC über 102 US-Dollar steigt
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Bei einem der bemerkenswertesten Börsengänge des Jahres 2025 legte die Kryptowährungsbörse und Medienfirma Bullish bei ihrem Debüt an der New Yorker Börse um bis zu 218 % zu, was die steigende Nachfrage der Wall Street nach regulierten Unternehmen für digitale Vermögenswerte unterstreicht.

Der Börsengang mit einem Kurs von 37 Dollar pro Aktie übertraf die vorherige Prognose von 32 bis 33 Dollar. Die unter dem Tickersymbol BLSH gehandelte Bullish-Aktie kletterte auf ein Tageshoch von 118 Dollar, bevor sie sich am Nachmittag bei rund 86 Dollar einpendelte – immer noch 131 Prozent über dem Eröffnungskurs. Laut Yahoo Finance trieb die Rally die Marktkapitalisierung des Unternehmens auf rund 13 Milliarden Dollar, bei einem Handelsvolumen von über 38 Millionen Aktien.

Bullish hatte ursprünglich eine Bewertung von 4.8 Milliarden US-Dollar durch die geplante Ausgabe von 20.3 Millionen Aktien angestrebt, gab bei seinem Debüt jedoch stattdessen 30 Millionen Aktien heraus, was als Beweis für die starke Nachfrage der Anleger gewertet wurde.

Bullish wurde 2021 als institutionelle Plattform für digitale Vermögenswerte gegründet und expandierte 2023 in den Krypto-Bereich durch die Übernahme von CoinDesk, der weltweit zweitgrößten Kryptowährungspublikation nach Leserschaft, für 72.6 Millionen US-Dollar. Zu den Unterstützern des Unternehmens gehören der PayPal-Mitbegründer Peter Thiel.

Bullish hatte bereits 2021 einen SPAC-Listing-Versuch unternommen, der jedoch scheiterte. Rückblickend erscheint die Verzögerung vorteilhaft, da das regulatorische und politische Klima im Jahr 2025 – einschließlich des GENIUS Act, des anstehenden CLARITY Act und des Anti-CBDC Surveillance State Act – ein fruchtbares Umfeld für Krypto-Börsengänge geschaffen hat.

Branchenbeobachter weisen auf die Bedeutung des Börsengangs für die Bestätigung der institutionellen Argumente für regulierte Kryptounternehmen hin. „Wir beobachten eine Nachfrage nach Börsengängen seitens institutioneller Anleger, die aktiv nach Beteiligungen an Unternehmen suchen, die digitale Token mit der Realwirtschaft verbinden.“ sagte Peter Kozyakov, CEO der Web3-Zahlungsplattform Mercuryo. Kozyakov betonte, dass klarere, branchenfreundliche Vorschriften konforme Kryptounternehmen zu attraktiven Vermögenswerten für Großinvestoren gemacht haben.

Aus den Unterlagen der Aufsichtsbehörden geht hervor, dass die Tochtergesellschaften von BlackRock und ARK Investment Management zu den größten IPO-Käufern gehören. Dies untermauert die Annahme, dass die größten Akteure der Wall Street nun beträchtliche Anteile an Krypto-Unternehmen mit starker Governance und institutioneller Infrastruktur halten.