
In einer entscheidenden Anpassung an die Krypto-Verwahrlandschaft des Jahres 2025 hat sich BlackRock zum führenden institutionellen Verwahrer für Bitcoin und Ethereum entwickelt, vor allem dank der Ausweitung seiner Spot-ETF-Bestände. Diese Transformation unterstreicht die Verlagerung hin zu regulierten ETF-Strukturen vom traditionellen Börsenverwahrungsmodell, getrieben durch eine erhöhte institutionelle Präferenz und regulatorische Klarheit.
Bitcoin: Der ETF von BlackRock ist führend
BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) hält derzeit rund 781,160 BTC und übertrifft damit sowohl die Reserven von Coinbase mit rund 703,110 BTC als auch die von Binance mit rund 558,070 BTC. Dieser Meilenstein festigt BlackRocks Position als größter bekannter institutioneller Bitcoin-Verwalter, der in Bezug auf die Verwahrungsmenge nur von Satoshi Nakamoto übertroffen wird.
Ethereum: Eine schnelle Schließung der Lücke
Der iShares Ethereum ETF (ETHA) von BlackRock hält 3.6 Millionen ETH und liegt damit nur 200,000 ETH hinter Coinbase und in Schlagdistanz zu Binance, das mit 4.7 Millionen ETH führend ist. Bemerkenswerterweise hat ETHA in weniger als zwei Monaten 1.2 Millionen ETH angesammelt, was das beschleunigte Tempo der institutionellen Akkumulation verdeutlicht.
Angebotsverknappung und sinkende Devisenzuflüsse
On-Chain-Daten zeigen einen deutlichen Rückgang der BTC- und ETH-Zuflüsse an Börsen: Der 30-Tage-Durchschnitt der BTC-Einlagen ist auf den niedrigsten Stand seit Mai 2023 gefallen, zeitgleich mit einem BTC-Handelskurs von fast 111,000 US-Dollar. Parallel dazu sind die ETH-Zuflüsse auf Frühjahrstiefststände gesunken, obwohl ETH deutlich über diesen Niveaus gehandelt wurde – was die Annahme eines geringeren Verkaufsdrucks und einer gestiegenen Marktüberzeugung untermauert.
ETF-Zuflüsse verstärken die Marktdynamik
ETF-Zuflüsse unterstreichen die institutionelle Nachfrage: ETH-ETFs verzeichneten seit dem vergangenen Donnerstag Nettozuflüsse von rund 1.5 Milliarden US-Dollar, darunter einen Tagesanstieg von 450 Millionen US-Dollar. Obwohl Bitcoin-ETFs in der vergangenen Woche Abflüsse von 1.17 Milliarden US-Dollar verzeichneten, erholten sie sich in den letzten zwei Tagen mit Zuflüssen von 310 Millionen US-Dollar.
Diese Datenpunkte veranschaulichen, wie die doppelte Kraft der schwindenden Börseneinlagen und der ETF-Akkumulation das zirkulierende Angebot von BTC und ETH einschränkt – und damit möglicherweise den Grundstein für eine anhaltende Aufwärtsdynamik bis zum Jahresende legt.
Strukturelle Auswirkungen
Der Aufstieg von BlackRock verändert die Rahmenbedingungen für die Krypto-Verwahrung. Wo früher Börsen dominierten, spielen nun institutionelle ETFs eine dominierende Rolle, indem sie Liquidität abschöpfen und die Verwahrung in regulierten Vehikeln zentralisieren. Diese Verschiebung könnte die Volatilität reduzieren, weitere institutionelle Zuflüsse anziehen und die Preisstabilität stärken. Umgekehrt bergen konzentrierte Bestände dominanter Institutionen Kontrahentenrisiken und könnten die Preisdynamik im Falle einer Abwicklung beeinflussen.







