Thomas Daniels

Veröffentlicht am: 28
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Die Zentralbank von Hongkong untersucht die Auswirkungen von KI auf die Belegschaft im Bankwesen
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Die Kryptobörse BitMart hat ihren Antrag auf eine Lizenz als Virtual Asset Service Provider (VASP) in Hongkong offiziell zurückgezogen und reiht sich damit in eine wachsende Liste von Plattformen ein, die sich aus dem zunehmend strengeren Regulierungsumfeld der Stadt zurückziehen.

Laut der Securities and Futures Commission (SFC) reichte BitMart, das lokal über Spread Technologies Hong Kong Limited operiert, seinen VASP-Antrag ursprünglich am 27. Juni 2025 ein. Der Antrag wurde am 28. August 2025 offiziell zurückgezogen.

Dieser Schritt entspricht einem allgemeinen Trend unter globalen Kryptobörsen. Auch Bybit, OKX und Gate zogen ihre Anträge bis Ende Mai 2024 zurück, vor Ablauf der Compliance-Frist der SFC, die alle nicht lizenzierten Plattformen zur Einstellung ihres Betriebs verpflichtete. Diese Frist markierte einen regulatorischen Wendepunkt und erzwang eine strenge Compliance auf allen zentralisierten Kryptoplattformen, die sich an Hongkonger Investoren richteten.

Gemäß den regulatorischen Vorgaben Hongkongs müssen Kryptobörsen hohe Kapital- und Betriebsanforderungen erfüllen. Dazu gehört das Halten liquider Mittel in Höhe der Betriebskosten eines Jahres und ein eingezahltes Kapital von mindestens 5 Millionen HK-Dollar (ca. 641,490 US-Dollar). Darüber hinaus müssen 98 % des Kundenvermögens in Cold Storage aufbewahrt werden, wobei Überweisungen ausschließlich an Whitelist-Adressen erfolgen dürfen. Börsen müssen strenge Schlüsselverwaltungsprotokolle implementieren, und Hot Wallets und mindestens die Hälfte der Cold Storage-Vermögenswerte müssen vollständig versichert sein.

Neue Regeln, die diesen Monat eingeführt wurden, verbieten die Verwendung von Smart Contracts bei der Verwaltung von Cold Wallets noch stärker und verschärfen die Standards für Verwahrungsdienstleistungen noch weiter.

Trotz der regulatorischen Hürden positioniert sich Hongkong weiterhin als führender Knotenpunkt für digitale Vermögenswerte. Bis 2025 hat die SFC Betriebslizenzen an vier Börsen vergeben – PantherTrade, YAX, Bullish und BGE –, womit die Gesamtzahl der lizenzierten Plattformen in der Stadt auf elf steigt.

Als Zeichen der institutionellen Akzeptanz hat CMB International Securities, eine Tochtergesellschaft der China Merchants Bank, kürzlich eine eigene Kryptobörse in Hongkong eröffnet und damit Vertrauen in das langfristige Potenzial der Gerichtsbarkeit als globales Kryptozentrum signalisiert.

Im Bereich Stablecoin hat die Hongkonger Währungsbehörde einen Regulierungsrahmen für Emittenten fertiggestellt und damit eine zusätzliche Aufsichtsebene eingeführt. Der Rahmen sollte zwar das Marktvertrauen stärken, löste jedoch eine scharfe Korrektur bei den betroffenen Unternehmen aus, von denen viele am 1. August zweistellige Verluste verzeichneten. Marktanalysten betrachteten den Rückgang als notwendige Neukalibrierung und verwiesen auf die unerwartet strengen Anforderungen für Stablecoin-Operationen.